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Großer Schaden durch Forex Impuls?

2012-02-15 08:58 von chili-assets (Kommentare: 0)

Mit für Außenstehende absolut unbegreiflich hohen Renditen hatte die Firma Reffert SA (Forex Impuls) Investoren in eine Anlage gelockt, die Kunden im Dezember 2011 offenbar den endgültigen Totalverlust beschert hat. Die Rechtfertigung der Reffert SA für gründlich vernichtetes Kundenvermögen hat eine sehr merkwürdige Anmutung. Angeblich wurde ein Data Center, das für die Einhaltung des Moneymanagements zuständig gewesen sein soll, von einem Blitz getroffen. Die Reffert SA beschreibt die negativen Auswirkungen damit, dass die Systeme durch das unerwartete Herunterfahren geschädigt und die Überwachungssoftware mit Standard-Parametern neu gestartet worden wäre. Das die Standard-Parameter auf 100% Risiko voreingestellt waren, wäre dem Überwachungspersonal zu spät aufgefallen.

Ein derartiger Umstand im Handel ist für uns wirklich nur sehr schwer vorstellbar. Üblicherweise werden vollautomatische Handelssysteme im Hintergrund sehr genau überwacht. Kundengelder bilden für Managed Account Anbieter die Grundlage für Geschäft. Je sorgsamer mit den Geldern umgegangen wird, desto mehr kann auf das Generieren neuer Assets für den weiteren Firmenerfolg vertraut werden.

Bei der Reffert SA wurde Kunden diese Sorgfalt offenbar nicht geboten. Anleger berichteten bereits vor ca. einem Dreivierteljahr von massiven Verlusten. Zwar wurde in Anschreiben an die Kunden immer wieder von einem freiwilligen internen Einlagensicherungsfonds gesprochen. Die Erwähnung diente allerdings offenbar lediglich dem Zweck Interessenten und Investoren ruhig zu halten. In der jetzigen Situation jedenfalls haben die Verantwortlichen beschlossen, Kunden keine Entschädigung zu zahlen. Es wird darauf verwiesen, dass der Verlust durch besagten Blitzschlag aufgrund höherer Gewalt entstanden sei. Hierfür könne keine Haftung übernommen werden.

Die Bewertung von Fiktion und Wirklichkeit der Vorgänge dieses Anbieters fällt uns als Außenstehende extrem schwer. Zwar wissen wir, dass Kunden der Reffert SA erhebliche Mengen Geld zur Verwaltung übertragen haben, allerdings wissen wir noch von keinem Kunden, der auch vor der angeblichen Beeinträchtigung durch das Wetter, zu einer Auszahlung gekommen wäre. Unsere Warnung vor dem Anbieter, die bereits im September erfolgt ist, dürfte damit zwar mögliche Interessenten von einer Investition abgehalten haben. Für bereits bestehende Kunden kam jedoch wohl jede Hilfe zu spät. Updates zum Geschehen, die wir von Kunden der Reffert SA erhielten schwankten permanent zwischen Hoffen und Bangen. Die Dauer der Investition ist für viele zur Tortur geworden. Ein gutes Gefühl kam bei den Wenigsten auf.

Das Beispiel Forex Impuls zeigt, das hohe Renditen noch wesentlich genauer hinterfragt werden müssen, als dies bei klassischen Kapitalanlagen notwendig ist. Kein Handelssystem bietet Garantie für Kapitalwachstum. Es sind die Fähigkeiten des Managers und die Leistung der Handelssysteme, als auch das eingegangene Risiko, das genauestens begutachtet werden muss. Wenn Kunden keine ausreichende Transparenz in die Vorgänge eines Anbieters bzw. eines Manager geboten wird, sollten Interessenten ganz besondere Vorsicht walten lassen. Immerhin kommen von Forex Impuls auch gute Nachrichten: der Handel soll nicht wieder aufgenommen werden und die Sparte Managed Accounts wird liquidiert.

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