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PFX- kleine Entschädigung für Anleger

2011-12-13 17:15 von chili-assets (Kommentare: 0)

Nach dem entstandenen Verlust von Profit FX im September hat der Managed Account Anbieter Monexo die Verhandlungen mit Robert Paulson bezüglich einer eventuellen Entschädigung für die Anleger abgeschlossen. Der Trading Advisor hatte sich mit seiner Einschätzung der Rohstoffmärkte massiv verkalkuliert und dafür innerhalb weniger Wochen einen Verlust von rund 60 % als Quittung erhalten. Damit durchbrachen die Konten die ursprünglich avisierte Verlustbegrenzung von -25 %. Versuche von Monexo, den Trader zur vorzeitigen Schließung der Positionen zu bewegen, waren im Vorfeld gescheitert. Fatal in diesem Zusammenhang erwies sich die unangekündigte Margin-Erhöhung durch den Betreiber der Rohstoffbörse COMEX, der mit diesem Schritt zusätzlichen Druck auf den zu dieser Zeit bereits fallenden Goldpreis ausübte.

Monexo stoppte daraufhin sämtliche Handelsaktivitäten bei Profit FX und informierte alle Investoren über den entstandenen Verlust. Von Monexo vor die Wahl eines möglichen Ausstieges gestellt, entschieden sich laut der Information von Geschäftsführer Kai Petersen rund 90 % der Anleger, auch weiterhin investiert zu bleiben. Anfang Oktober wurde der Handel erneut aufgenommen, allerdings setzte Monexo bei Robert Paulson für den weiteren Handel einen ca. um das 3-fache verringerten Hebel durch. Mit diesem Schritt soll die zukünftige Schwankungsintensität der Konten begrenzt werden. Zudem nahm der Anbieter mit dem Trader Verhandlungen bezüglich eines eventuellen Schadensausgleichs für die Kunden auf.

Mittlerweile steht fest, dass seitens des Traders keine Entschädigung an Anleger fließen wird. Paulson argumentiert mit dem Handicap des nun reduzierten Hebels, mit dem er gegen den entstandenen Verlust ankämpfen muss. Diese strategische Entscheidung bringt zwar mehr Ruhe in die Kontoentwicklung, erschwert es Paulson allerdings gleichzeitig, den entstandenen Schaden zügig auszugleichen. Wäre der Hebel unverändert fortgeführt worden, so Paulsons Argumentation, hätte der Drawdown bereits vom Tief auf nur noch ca. -32% reduziert werden können (Stand: Ende November). Der Manager arbeitet erfolgsabhängig und wird erst wieder bei Überschreiten des letzten Kontohöchststandes vergütet. Monexo ist mit diesem Verhandlungsergebnis selbst nicht glücklich, hält rechtliche Schritte allerdings nicht für angebracht. Wichtiger sei es dem Unternehmen, den Handel fortzuführen, als in juristischen Konflikt mit einem Partner zu treten, dem ca. 90 % der Anleger das weitere Vertrauen ausgesprochen hätten.

Nachdem sich die Entwicklung von Profit FX bereits vor dem unerwartet hohen Drawdown im September als sehr volatil erwiesen hatte, fühlt Monexo sich mit dem nun reduzierten Hebel deutlich wohler. Zwar besteht über den Broker Swissquotes ACM auch die Option, den Handel bei unverändertem Hebel durchzuführen. Hierzu müssten Kunden allerdings eigenständig ein Konto bei ACM eröffnen. Um den Anlegern nach dem katastrophalen September trotzdem auch finanziell entgegen kommen zu können, hat sich der Managed Account Anbieter nach dem negativen Verhandlungsergebnis mit Robert Paulson dazu entschlossen, Profit FX-Kunden das bei der Kontoeröffnung gezahlte Agio von bis zu 5 % zurückzuerstatten. Trotz reduziertem Handel wurde bis dato eine Strecke von rund 6 %-Punkte vom September-Drawdown zurück gewonnen.

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