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10% „Renditebeschleuniger“ - die Portfolios der Superreichen

2011-07-12 08:26 von chili-assets (Kommentare: 0)

tl_files/images/Grafik_Fortune.gif„Was machen DIE eigentlich anders?“ Diese Frage stellt sich so mancher Investor, der neidvoll auf das Vermögen der Superreichen blickt. Der Journalist Napoleon Hill (1883-1970) musste mehr als 20 Jahre recherchieren, um die Unterschiede zur Durchschnittsbevölkerung ausfindig zu machen. Sein bekanntestes Werk „Think and Grow Rich“, erschienen 1937 ist das Ergebnis seiner Untersuchung unter 500 US-amerikanischen Self-Made-Millionären. Bis heute gehört es zur Standardliteratur für Menschen, die Überdurchschnittliches leisten wollen. Heute allerdings, hilft auch ein Blick ins Portfolio der Millionäre. Dies lässt ein Anlageverhalten erkennen, das deutlich von einem Durchschnittsportfolio abweicht.

Die liechtensteinische Valluga AG untersucht im Zuge professioneller Vermögensforschung jährlich das Anlageverhalten von Millionären in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Ergebnisse werden im D.A.CH-Report veröffentlicht und sind mittlerweile richtungweisend für viele unabhängige Portfolioberater geworden. In der Studie zeichnet sich ab, dass wir in Bezug auf unser Anlageverhalten in der heutigen Zeit in einer Zweiklassengesellschaft leben. Während die Durchschnittsbevölkerung traditionelle Finanzanlagen wie Sparbücher, Bausparverträge und Lebensversicherungen favorisiert, wenden Millionäre persönlich wesentlich mehr Zeit für die Allokation ihres Portfolios auf. Ihre Portfolios sind wesentlich breiter diversifiziert und nutzen gewinnträchtigere Investmentmöglichkeiten. Dies führt gemäß der Valluga-Vermögensforschung letztendlich dazu, dass die Vermögen der Reichen und Superreichen zwei bis dreimal so stark wachsen, wie jene der restlichen Bevölkerung.

Während die Reichen ihren Anlageschwerpunkt bereits mit Beginn der Finanzkrise sehr stark auf den Anleihenbereich verlagert hatten, zeichnet sich in den letzten Jahren ein klarer Trend hin zu den Sachwerten ab. Immobilien, Rohstoffe und Gold erfreuen sich daher hoher Beliebtheit bei der Diversifikation. Während mehr als 60% der Millionäre ihre Vermögensanteile in den Bereichen Rohstoffe, Gold und anderen Edelmetallen erhöhten, wurde von 78% die Anleihequote heruntergefahren. Der Abverkauf von Anleihen sei signifikant. Der Anleiheanteil in den Depots fiel im Vergleich zum Vorjahr von 26% auf 20%. Viele Vermögende stünden den wirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere in der Euro-Zone, sehr skeptisch gegenüber. Es fehlt der Glaube an ein Boomszenario der Börsen und daher bleibt Liquidität und Sicherheit ein vorerst wichtiges Thema in den Portfolios.

Ein sehr interessanter Hinweis zur Allokation ist allerdings im Bereich der chanceorientierten Investments zu finden. Und hier existiert nicht nur eine starke Abweichung zwischen Bevölkerungsdurchschnitt und Millionären, sondern ein großer Unterschied in den Portfolios der Reichen unter sich. Managed Futures Strategien, wie sie auch bei Managed Accounts eingesetzt werden und Hedgefonds spielen in den Portfolios der Millionäre mit 4% nur eine untergeordnete Rolle. Bei den Ultravermögenden hingegen werden diese Investments als „Renditebeschleuniger“ mit einem Anteil von bis zu 10% gewichtet. Valluga beobachtet ein um 2% höheres Wachstum der Milliardärsvermögen gegenüber den Vermögen der Millionäre.

Den großen Vorteil der Vermögenden sieht Valluga insbesondere im Zugang zu den Kapitalmärkten. Während durchschnittliche Anleger auf das Angebot ihrer Hausbank angewiesen seien, stünden Millionären die Türen zu hochprofitablen Finanzanlagen bei den besten Geldmanagern der Welt offen. Manager, die aufgrund ihres Informationsvorsprunges und ihren besonderen Fähigkeiten in der Lage sind, wesentlich höhere Erträge bei durchschnittlich geringerem Risiko zu erzielen. Damit könne auch bei fallenden Kursen Gewinne erwirtschaftet werden.

Valluga vermerkt jedoch, dass auch den Millionären nicht erspart bleibt die Spreu vom Weizen zu trennen. Aus unserer Sicht steht privaten und institutionellen Investoren mit Managed Accounts mittlerweile durchaus auch eine Tür zu hochprofitablen Finanzanlagen offen. In der chili-assets Datenbank für Managed Accounts sind inzwischen einige sehr profitable Strategien gelistet. Performance-, Risikokennziffern und Strategiebeschreibungen bieten umfassende Auswahlhilfen. Die Auswahl selbst zuzüglich der Gewichtung und Kombination der Strategien in ihrem Portfolio bleibt jedoch den Nutzern der Datenbank überlassen. Und noch ein Tipp, den viele Millionäre für sich berücksichtigen: Sie investieren selten konzentriert, sondern verteilen Vermögenswerte nicht nur auf verschiedene Investments, sondern auch auf unterschiedliche Finanzdienstleister. –

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