Das Börsenlexikon - Antworten zum Thema Managed Accounts
Sortino Ratio
Um eine Risikokennziffer zu erreichen, die die (gewünschten) aufwärtsgerichteten Kurssprünge ausblendet kam Frank A. Sortino 1980 auf die Idee die Sharpe Ratio zu modifizieren.
Exakt wie Sharpe, ermittelte auch er zunächst durch die Subtraktion eines risikofreien Zinses von der erzielten annualisierten Performance die Überrendite einer Anlage (s. Sharpe Ratio). Anders als William Sharpe teilte Frank Sortino die Überrendite jedoch nicht durch die Gesamtvolatilität, sondern durch die Downside Deviation, also den Teil der Kursschwankungen die als ungünstig (weil abwärts gerichtet) zu werten sind.
Sortino Ratio = ![]()
Dabei entspricht
r = Rendite p.a.
rm = risikofreier Zins
DD = Downside Deviation
Vor allem in längeren Betrachtungszeiträumen ist der Unterschied zwischen Sharpe Ratio und Sortino Ratio, zumindest bei Kapitalanlagen die sich weniger schwankungsintensiv entwickeln relativ gering. In kürzeren Zeitfenstern und Kapitalanlagen mit hohen Volatilitäten, werden die Unterschiede allerdings deutlich größer. Der Einsatz der Sortino Ratio ist daher insbesondere im Bereich der Managed Accounts interessant und eine sinnvolle Ergänzung zur Sharpe Ratio.
Zuletzt aktualisiert am 2010-06-23 von chili-assets.